Arbeitskleidung im Winter: Sicher, komfortabel und leistungsfähig durch die kalte Jahreszeit

Jan. 22, 2025

Winterarbeitskleidung auf der Baustelle – Schutz bei Kälte, Wind und Schnee
Symbolbild – generiert mit KI

Die Wintermonate stellen Arbeitnehmer und Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Die Arbeit im Freien, in ungeheizten Räumen oder unter schwierigen Witterungsbedingungen kann nicht nur die Produktivität beeinträchtigen, sondern auch gesundheitliche Risiken bergen. Umso wichtiger ist es, die Mitarbeiter mit der richtigen Winterarbeitskleidung auszustatten, die sowohl Komfort als auch Schutz bietet. Worauf man bei der Auswahl achten sollte und wie Unternehmen die richtige Ausstattung gewährleisten können, erfahren Sie im Folgenden.

Mehrschichtenprinzip

Das Mehrschichtprinzip, auch Zwiebelschalenprinzip genannt, ist ein bewährter Ansatz für einen optimalen Kälteschutz. Die Kleidung wird in Schichten aufgebaut, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Basisschicht: Diese Schicht liegt direkt auf der Haut und sorgt dafür, dass Feuchtigkeit (z.B. Schweiß) effektiv abtransportiert wird. Hochwertige Funktionsunterwäsche aus synthetischen Materialien oder Merinowolle ist ideal, da sie trocken hält und ein Auskühlen verhindert.
  • Isolationsschicht: Diese Schicht dient der Wärmespeicherung. Materialien wie Fleece, Daunen oder Wolle sind besonders geeignet, da sie sehr gut isolieren.
  • Außenschicht: Die äußerste Schicht schützt vor Wind, Regen und Schnee. Sie sollte wasser- und winddicht, aber auch atmungsaktiv sein. Technologien wie GORE-TEX® oder Sympatex® gewährleisten optimalen Wetterschutz bei gleichzeitigem Tragekomfort.
Materialstruktur moderner Winterarbeitskleidung – wetterfest & strapazierfähig

Hochwertige Materialien

Winterarbeitskleidung muss extremen Bedingungen standhalten. Robuste Materialien, die witterungsbeständig und strapazierfähig sind, sind daher unerlässlich. Moderne Gewebe bieten nicht nur Schutz vor Nässe und Wind, sondern sind auch leicht und ermöglichen Bewegungsfreiheit – ein entscheidender Faktor für die Arbeitsleistung.

Sicherheit im Fokus

Sichtbarkeit und Schutz

Im Winter sind die Tage kurz und schlechte Sichtverhältnisse durch Dunkelheit, Nebel oder Schneefall können das Unfallrisiko erhöhen. Arbeitskleidung mit eingearbeiteten Warnfarben und reflektierenden Elementen sorgt dafür, dass die Beschäftigten auch unter schwierigen Bedingungen gut sichtbar sind. Zudem sollte die Kleidung den geltenden Sicherheitsnormen wie EN ISO 20471 für Warnschutzkleidung entsprechen, insbesondere bei Arbeiten in gefährlichen Umgebungen.

Reflektierende Elemente als Teil der Winterarbeitskleidung für bessere Sichtbarkeit

Schutz für Hände, Füße und Kopf

Hände und Füße sind besonders anfällig für Kälte und müssen daher besonders geschützt werden:

Handschuhe: Wintertaugliche Handschuhe sollten sowohl warm als auch wasser- und winddicht sein. Gleichzeitig müssen sie ausreichend Fingerbeweglichkeit bieten, um Werkzeuge sicher bedienen zu können.

Sicherheitsschuhe: Gefütterte Sicherheitsschuhe mit isolierender Sohle und rutschfestem Profil sind unverzichtbar. Modelle mit zusätzlichem Zehenschutz aus Stahl oder Verbundstoff bieten maximale Sicherheit.

Kopfbedeckung: Da ein Großteil der Körperwärme über den Kopf verloren geht, ist eine geeignete Kopfbedeckung ein Muss. Mützen aus wärmenden Materialien oder Helme mit integriertem Futter bieten Schutz vor Kälte. Ergänzend können Sturmhauben oder Multifunktionstücher zum Schutz des Hals- und Gesichtsbereichs eingesetzt werden.

Pflegehinweise für langlebige Winterarbeitskleidung

Die richtige Pflege von Winterarbeitskleidung ist entscheidend für den Erhalt der Schutz- und Funktionseigenschaften. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Reinigung: Die Kleidung sollte gemäß den Herstellerangaben gereinigt werden, um Beschichtungen nicht zu beschädigen.
  • Kontrolle auf Beschädigungen: Regelmäßige Kontrollen auf Abnutzung oder Risse helfen, beschädigte Kleidung rechtzeitig zu ersetzen.
  • Imprägnierung: Die Außenschicht sollte regelmäßig mit geeigneten Imprägniermitteln behandelt werden, um die Wetterfestigkeit zu gewährleisten.

Maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Branchen

Die Anforderungen an Winterarbeitskleidung können je nach Branche unterschiedlich sein. Für Bauarbeiter stehen beispielsweise Strapazierfähigkeit und Sicherheit im Vordergrund, während es in der Logistik auf Bewegungsfreiheit und Sichtbarkeit ankommt. Unternehmen sollten daher auf individuelle Lösungen für ihre Mitarbeiter setzen, die die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit berücksichtigen.

Achten Sie auf Sicherheit und Komfort in der kalten Jahreszeit!
Lassen Sie sich von uns beraten und finden Sie die optimale Winter-Arbeitskleidung für Ihr Team.

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    FAQ

    Wie finde ich die richtige Balance zwischen Wärme und Bewegungsfreiheit?

    Durch das Schichtenprinzip (Baselayer, Midlayer, Wetterschutz) und Materialauswahl, die isoliert, aber nicht einschränkt.


    Welche Materialien eignen sich besonders für extreme Kälte?

    Funktionsfasern, Merinowolle, Softshell- und wasserdichte Membranstoffe – je nach Arbeitsumgebung.


    Wie schütze ich Hände, Füße und Kopf im Winter effektiv?

    Durch isolierte Handschuhe, warme und rutschfeste Sicherheitsschuhe sowie Mützen oder Helme mit Winterfutter.


    Welche Zusatzfunktionen sind bei moderner Winterarbeitskleidung sinnvoll?

    Reflektierende Elemente, Belüftungsöffnungen, abnehmbare Innenjacken oder Taschen für Funkgeräte und Werkzeuge.


    Welche Normen gelten für Winterarbeitskleidung im Arbeitsschutz?

    Zum Beispiel EN 342 für Kälteschutz und EN 343 für Wetterschutz – wichtig für Auswahl und Beschaffung.

    Sicher heißt nicht immer automatisch sicher genug

    Ein Schutzhandschuh kann normgerecht sein und trotzdem nicht für jede Tätigkeit die richtige Wahl sein.

    Das Gleiche gilt für Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen, Gehörschutz oder andere Persönliche Schutzausrüstung. Entscheidend ist nicht allein, ob PSA vorhanden ist, sondern ob sie zur konkreten Tätigkeit und zum Arbeitsplatz passt.

    Neben der passenden Schutzwirkung spielen dabei auch Normkonformität und Verfügbarkeit eine Rolle. Genau diese Verbindung aus passender, normkonformer und verfügbarer PSA steht auch bei unserer PSA-Versorgung im Mittelpunkt.

    Kurz gesagt: Gute PSA-Auswahl beginnt bei der Anforderung, nicht beim Produkt.

    5 Tipps für die Auswahl der richtigen PSA

    Eine riesige Auswahl an Produkten und Herstellern macht die Entscheidung nicht unbedingt leichter. Daher hilft es, die Auswahl vom tatsächlichen Einsatz aus zu denken:

    Tätigkeit und Gefährdung

    Am Anfang steht die Frage: Was wird eigentlich gemacht und welche Gefährdungen bestehen dabei?

    Bei unseren Begehungen betrachten wir beispielsweise die Tätigkeiten am Arbeitsplatz, die bestehenden Risiken und die erforderliche Schutzwirkung. Auf dieser Grundlage können konkrete Empfehlungen und PSA-Pläne entstehen.

    Erforderliche Schutzwirkung

    Ist die Gefährdung bekannt, lässt sich bestimmen, welche Schutzwirkung für die Ausrüstung der Mitarbeiter benötigt wird.

    Damit verändert sich auch die Perspektive auf die Beschaffung: Statt aus einer Vielzahl von Produkten auszuwählen, steht zunächst die konkrete Anforderung im Mittelpunkt.

    Normen und Anforderungen

    PSA muss darüber hinaus die für den vorgesehenen Einsatz relevanten Anforderungen erfüllen. Bei unserer PSA-Auswahl und -Versorgung gehört deshalb auch die Berücksichtigung entsprechender Normen und Vorschriften dazu.

    Passform und Tragekomfort

    Die technischen Anforderungen sind nur ein Teil der Auswahl. Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen sowie besondere Seh- oder Höreinschränkungen und lange Tragezeiten können zusätzliche Anforderungen an PSA stellen. Standardlösungen können dann zulasten von Tragekomfort, Sicherheit und Akzeptanz gehen. Irgendwo verlinken: Individuelle PSA

    Deshalb sollte bei der Frage nach der passenden PSA auch beantwortet werden: Passt die Schutzausrüstung nicht nur zur Tätigkeit, sondern auch zu den Menschen, die sie täglich tragen?

    Verfügbarkeit und Versorgung

    Und schließlich muss die passende PSA im Arbeitsalltag auch verfügbar sein. PSA sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Auswahl betrachtet werden. Auch Verfügbarkeit, Beratung, und Auswahl behalten wir bei unserem herstellerneutralen PSA-Service gemeinsam im Blick.

    Wenn Standard nicht passt: individuelle PSA

    Manchmal reicht „Standard“ allerdings nicht aus. Für besondere Anforderungen können für Mitarbeiter individuelle PSA angefertigt werden. Schutzbrillen mit Sehstärke, persönliche Otoplastiken, die dem Ohr angepasst wurden oder orthopädische Einlagen für Sicherheitsschuhe: Es gibt viele Möglichkeiten, den Komfort für Mitarbeiter zu erhöhen, ohne die Sicherheit zu gefährden.

     Wir schauen uns die die individuellen Anforderungen genau an: Bei Einlagen gehören beispielsweise eine persönliche Fußanalyse und Vermessung dazu, bei Otoplastiken kann die Abdrucknahme direkt vor Ort erfolgen. Auch Korrektionsschutzbrillen können auf den individuellen Bedarf abgestimmt werden. So wird aus einer Standardlösung eine PSA, die die persönlichen Voraussetzungen des Anwenders berücksichtigt.

     

     

    Maßanfertigung von Otoplastiken für Mitarbeiter für passende PSA

    Auf einem Blick: Welche Fragen müssen Sie sich konkret stellen?

    • Welche konkrete Tätigkeit wird ausgeführt?
    • Welche Gefährdungen bestehen dabei?
    • Welche Schutzwirkung wird benötigt?
    • Welche relevanten Anforderungen muss das Produkt erfüllen?
    • Passt die PSA zum Arbeitsplatz und zur Person?
    • Ist sie auch bei längerer Nutzung praktikabel?
    • Wie wird sichergestellt, dass die benötigte PSA verfügbar ist?
    • Gibt es mehrere geeignete Hersteller oder Produktalternativen?

    Wenn Sie mehrere dieser Fragen nicht eindeutig beantworten können, lohnt es sich, sich von SSV-Kroschke beraten zu lassen.

    Sie sind sich nicht sicher, welche PSA für Ihre Arbeitsplätze die richtige ist?

     

    Ob Standardlösung oder individuell angepasste PSA: Wir unterstützen Sie dabei, die passende Schutzausrüstung für Ihre Anforderungen und Einsatzbereiche auszuwählen.

    Häufig gestellte Fragen zur Auswahl geeigneter PSA

    Woran erkennt man, welche PSA für einen Arbeitsplatz geeignet ist?

    Geeignete PSA orientiert sich immer am konkreten Einsatz. Entscheidend sind die ausgeführte Tätigkeit, die bestehenden Gefährdungen und die daraus resultierende Schutzwirkung. Zusätzlich sollte die PSA zum Arbeitsplatz und zu den Menschen passen, die sie im Arbeitsalltag tragen. Bei Begehungen können diese Anforderungen direkt vor Ort betrachtet und anschließend in konkreten Empfehlungen und PSA-Plänen festgehalten werden.

    Reicht normgerechte PSA automatisch aus?

    Nein. Die Erfüllung der relevanten Normen und Anforderungen ist eine wichtige Voraussetzung, aber nicht das einzige Auswahlkriterium. Entscheidend ist auch, ob die PSA für die jeweilige Tätigkeit und Gefährdung geeignet ist und hinsichtlich Passform und Tragekomfort zum Anwender passt. Gerade bei langen Tragezeiten können diese Faktoren eine wichtige Rolle spielen.

    Wann kann individuell angepasste PSA sinnvoll sein?

    Individuelle PSA kommt insbesondere dann infrage, wenn Standardlösungen aufgrund körperlicher Voraussetzungen, Seh- oder Höranforderungen oder langer Tragezeiten nicht ausreichen. Ziel ist es, Schutz und Tragekomfort sinnvoll miteinander zu verbinden und dadurch auch die Akzeptanz der PSA im Arbeitsalltag zu unterstützen.

    Welche PSA kann individuell vermessen oder angepasst werden?

     

    Bei SSV-Kroschke gehören dazu unter anderem orthopädische Einlagen, Otoplastiken und Korrektionsschutzbrillen. Für Einlagen werden beispielsweise individuelle Fußanalysen und Vermessungen angeboten. Bei Otoplastiken erfolgt eine Abdrucknahme vor Ort, gefolgt von Maßanfertigung und Funktionstest. Bei Korrektionsschutzbrillen stehen unter anderem Einstärken-, Bifokal-, Gleitsicht- und Bildschirmbrillen sowie verschiedene Scheibenmaterialien und Fassungen zur Auswahl.

     

     

    Berät SSV-Kroschke unabhängig vom Hersteller?

     

    Ja. Bei der individuellen PSA beschreibt SSV-Kroschke die Auswahl ausdrücklich als herstellerneutral. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, welche Lösung zu den individuellen Anforderungen passt.

     

    Was bringt ein PSA-Plan?

    Ein PSA-Plan schafft Orientierung bei der Auswahl und Verwendung der benötigten Schutzausrüstung. Statt für jeden Bedarf immer wieder neu nach der passenden PSA zu suchen, können die Anforderungen eines Arbeitsplatzes strukturiert festgehalten werden.